Alle wohlbehalten vom Einsatz zurück

Datum: 
31.01.2010

143. Jahrtag der Feuerwehr Marktheidenfeld – Pompiers aus Montfort reisten wegen des Wetters nicht an

Beim Jahrtagsgottesdienst mit Monsignore Reinhold Herbig dankten die Mitglieder der Marktheidenfelder Feuerwehr am Sonntagmorgen in der St.-Laurentius-Kirche dafür, dass alle Aktiven wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückgekehrt sind. Mit den Windheimer Musikanten unter Leitung von Helmut Kern zogen sie zum Hotel „Zur schönen Aussicht“, um dort ihren 143. Jahrtag zu feiern.

Vorsitzender Christian Naun berichtete davon, dass sich das Einsatzspektrum der Wehr zwar zusehends zum Schwerpunkt technische Hilfsleitungen verlagert habe. Brände wie der des Lebensmittelmarkts in Lengfurt oder der Brand eines Hauses in der Altstadt hätten im Vorjahr aber gezeigt, dass auch die Einsatzbereitschaft zur klassischen Brandbekämpfung stets gegeben sein müsse. Dies alles mache die realistische Übung am Objekt erforderlich, wie dies der Bericht des Kommandanten Michael Carl später zeigen sollte.

Faschingsfeier, Schlachtschüsselessen, eine Berlinfahrt, das Fest unter dem Maibaum, der Florianstag, der Besuch der Laurenzi-Messe, der Tag der offenen Tür, Vereinswanderung, Montfort-Fahrt, Bockbiermarsch und Weihnachtsfeier sowie der Besuch von Festen benachbarter Wehren – alles dies zeige neben anderen Aktivitäten, dass die Wehr auch ein aktives geselliges Vereinsleben führe.
Für die Zukunft merkte Naun an, dass am 26. März ein neuer Vorstand gewählt werde. Man wolle genau darauf achten, welche Perspektiven sich für das Feuerwehrhaus ergäben, wenn der benachbarte städtische Bauhof in sein neues Domizil am ehemaligen Bahnhof umgezogen sei. Im Jahr 2011 stünden Kommandantenwahlen an.

Jugendwart Sven Fischer berichtete von der Arbeit mit neun Jungen und vier Mädchen. Beim Wissenstest und beim Staffelwettbewerb in Duttenbrunn habe man sich gut geschlagen. Im Januar habe man tatkräftig mit der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) in einer Aktion die Christbäume eingesammelt. Das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr sei leider durch sehr schlechtes Wetter beeinträchtigt worden. Positiv seien die Beteiligung am Marktheidenfelder Weihnachtsmarkt, eine Weihnachtsfeier und eine Präsentation bei der Firma Udo Lermann verlaufen. Ein „Berufsfeuerwehr-Wochenende“ im Marktheidenfelder Feuerwehrhaus habe den Feuerwehranwärtern ein breites Spektrum von Einsätzen verdeutlicht.

Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder sah bei der Feuerwehr Tradition und ein wichtiges Anliegen im Dienste der Gemeinsamkeit eng verbunden. Gerne fördere die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten den ehrenamtlichen Einsatz. Es gelte, durch gute Ausrüstung auch die Risiken für die aktiven Feuerwehrleute möglichst gering zu halten. In der Jugendwehr bewege sich etwas, wenn Wissen mit Spaß vermittelt werde. Die schnelle und gut organisierte Hilfe der Marktheidenfelder Wehr sorge dafür, dass die Bürger der Stadt beruhigt ihrem Alltag nachgehen könnten.

Letztmals wandte sich der scheidende Kreisbrandrat Gerhard Kümmel (Frammersbach) an die Marktheidenfelder Wehr und sprach von einer Einsatzbilanz, auf die man stolz sein dürfe. Er dankte für die stets vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit in seinen 16 Dienstjahren. Die neue integrierte Rettungsleitstelle sei nun mit der Umstellung auf die erforderliche Computersoftware befasst. Man hoffe auf eine zügige Umsetzung des Digitalfunks, der auch in Main-Spessart umfangreiche Investitionen nötig mache.

Kreisbrandinspektor Elmar Väth dankte der Marktheidenfelder Wehr für die gute Zusammenarbeit im Einsatz und bei der Ausbildung. Es sei erfreulich, dass die Jugendarbeit mit neuen Ideen vorangetrieben werde.

Erstmals seit weit über 20 Jahren konnte bei diesem Jahrtag der Marktheidenfelder Feuerwehr keine Delegation der Partnerschaftswehr aus Montfort sur Meu beim Jahrtag begrüßt werden. Der Vernunft folgend waren die Pompiers bei den vorherrschenden Witterungsverhältnissen zu Hause geblieben.
Kreisbrandinspektor Väth verlas ein Schreiben des Stadtbrandmeisters Philippe Bouin, der dies sehr bedauerte. Gerne hätte man sich auch diesmal ausgetauscht und das Besuchsprogramm genossen. Die schwierigen Bedingungen, die sich auch auf notwendige Einsätze auswirkten, verhinderten dies nun. Er wünsche sich dennoch, dass die Freundschaft beider Feuerwehren im Verlauf des Jahres weiter vertieft werden könne.