Weniger Einsätze - neue Aufgaben
Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marktheidenfeld: 163-mal ausgerückt
Auch wenn das Jahr 2009 für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Marktheidenfeld ruhig verlief, wurde bei der Hauptversammlung am Freitag im Lehrsaal der Feuerwache an der Karbacher Straße eine beachtliche Bilanz vorgestellt.
Kommandant Michael Carl berichtete vom Dienst von 61 Aktiven, darunter zwei Frauen. 13 Jugendliche bereiten sich gegenwärtig auf den Feuerwehrdienst vor.
163-mal rückte die FFW 2009 zu Einsätzen aus, zwölfmal weniger als im Vorjahr. 1898 Einsatzstunden kamen dabei zusammen. 79-mal waren technische Hilfsleistungen mit insgesamt 841 Einsatzstunden gefordert. 44 Brandeinsätze benötigten 568 Stunden. 13 Sicherheitswachen verursachten 341 Stunden und immerhin 147 Stunden waren für 27 Fehlalarmierungen zu verzeichnen.
89-mal war die Wehr innerhalb des Stadtgebiets im Einsatz, 45-mal im Landkreis, 29-mal auf der A 3 und neunmal auf der Wasserstraße Main. Schwerpunktzeit der Einsätze war morgens um 7 Uhr; die Nächte blieben weitgehend alarmfrei.
In Bildern wurden besondere Einsätze in Erinnerung gerufen, wie der verheerende Brand des Lebensmittelmarkts in Lengfurt, ein Zimmerbrand in der Marktheidenfelder Altstadt oder schwere Unfälle.
Vorsitzender Christian Naun kritisierte, dass sich hinter der Kernmannschaft, welche die Einsätze fahre, in den letzten Jahren die „zweite Reihe“ nicht mehr ausreichend zusammenfinde. Er bat um eine stärkere Beteiligung. Zwar gebe es immer noch den typischen Brandeinsatz und die technische Hilfsleistung bei Unfällen. Dennoch hätte sich das Einsatzspektrum in den letzten Jahren auch auf andere Dienstleistungen ausgeweitet, meinte Naun im Hinblick auf die Einsätze beim jüngsten Schneechaos.
Die FFW verzeichnet einschließlich der 33 passiven, 13 jugendlichen und 39 fördernden Mitglieder einen Gesamtstand von 157. Festbesuche, eine Wanderung und die Weihnachtsfeier belebten das Vereinsleben ebenso wie die regelmäßigen Vereinsabende, die Treffen der „über-50-Jährigen“ und die Fitness-Fußballrunde. Die Kontakte zur Feuerwehr der französischen Partnerstadt Montfort würden weiter vertieft.
Kassenwart Johannes Naun legte einen positiven Kassenbericht vor, obwohl mit einer neuen Theke für das „Floriansstübchen“ eine größere Investition zu verkraften war. Veranstaltungen, wie das 1.-Mai-Fest oder der Tag der offenen Tür, die Bewirtung bei der Firma Udo Lermann bei der Laurenzimesse und Spenden hatten zu dem Ergebnis beigetragen. Die Kassenprüfer, Ehrenkreisbrandinspektor Josef Schwerdhöfer und Gerold Liebler, lobten die Arbeit des Kassiers und sorgten damit für die Entlastung des Vorstands.